Deutscher Gewerkschaftsbund

28.07.2014

Kreisverband Wittmund

Leitungsteam:

Edeltraut Coordes (ver.di), Gerlinde Kollmann (ver.di), Heino Fischer (IGM)

 

 

 

Kontakt:
DGB Geschäftsstelle Wilhelmshaven
Weserstraße 51
26389 Wilhelmshaven
 
Tel.: 04421 180 10
email: wilhelmshaven@dgb.de

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03.12.2015

Solidaritätsaktion für Flüchtlinge in Wilhelmshaven

Spendenübergabe

Übergabe der Spenden an die Flüchtlingshilfe WHV DGB

Der DGB Kreisverband Wittmund hat am 23.11.2015 eine Spendenaktion für die in Wilhelmshaven angekommenen Flüchtlinge durchgeführt und die gesammelten Sachspenden der Flüchtlingsinitiative Wilhelmshaven übergeben.

Mit dieser Aktion wollen wir einen Beitrag zur gelebten Willkommenskultur leisten. In Wilhelmshaven leben seit einigen Wochen und Monaten Menschen, die aus Angst um ihr Leben und ihrer Gesundheit notgedrungen ihre Heimat verlassen mussten. Viele von ihnen werden bleiben, und in der Stadt Wilhelmshaven aber auch im Landkreis Wittmund eine neue Heimat finden und Kolleginnen und Kollegen werden.

Als DGB-Kreisverband wollen wir auch andere zivilgesellschaftliche Akteure und die Bürgerinnen und Bürger ermuntern, sich auch weiterhin für die Geflüchteten solidarisch einzusetzen, so dass der Boden für fremdenfeindliche Ressentiments gegenüber den Schutzbedürftigen erst gar nicht entsteht.

Die Gründe für eine Flucht aus der eigenen Heimat können sehr vielfältig sein, niemand jedoch flieht freiwillig: Armut, Hunger, militärische Konflikte, staatliche Repression sind daher nur einige Beispiele.

Nur ein Bruchteil der knapp 60 Millionen Menschen, die 2014 weltweit auf der Flucht vor Krieg, Konflikten und Verfolgung waren, kommt überhaupt in Europa an.

Doch auch nach ihrer Ankunft bleiben Hindernisse: Flüchtlinge müssen sich trotz ihrer Fluchtgeschichte und zumeist traumatischen Erlebnissen den neuen Begebenheiten anpassen, jahrelang ohne Arbeitserlaubnis und einen ungeklärten Aufenthaltsstatus leben. Darüber hinaus werden den Geflüchteten vielerorts Sach- anstatt Geldleistungen zur Verfügung gestellt, dadurch werden der Alltag und eine schnelle Integration in die Gesellschaft stark eingeschränkt. Hier besteht ein besonderer Reformbedarf.

Die Geflüchteten müssen zeitnah einen geklärten Status und eine Arbeitserlaubnis bekommen, damit sie die Möglichkeit haben, sich auch unabhängig von staatlichen Transferleistungen ein neues Leben aufbauen zu können. Die Öffnung des Arbeitsmarktes für Geflüchtete darf nicht dazu instrumentalisiert werden, bestehende soziale Schutz- und Gestaltungsregelungen (z.B. in Bezug auf Mindestlohn, Werkverträge und Praktika) unserer Arbeits- und Sozialordnung aufzuweichen.

Wir Gewerkschaften werden unseren Beitrag leisten und uns für eine solidarische und nachhaltige Flucht- und Integrationspolitik einsetzen.


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