Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 004.2015 - 26.08.2015

Antikriegstag 2015 in Esterwegen

Bis heute ist die Welt für viele weiterhin kein sicherer Ort. Nie gab es seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges weltweit mehr Flüchtlinge. Politische, ethnische und religiöse Konflikte, Krieg und Bürgerkrieg, Armut und Ausbeutung zwingen die Menschen zur Flucht. Der Antikriegstag ist ein Tag des Erinnerns und des Mahnens. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Ob in Heidenau, Freital oder sonst wo in Deutschland, Europa und Weltweit. Wir sind bestürzt und beschämt darüber, wie sehr Flüchtlingen mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit begegnet wird. Wir verurteilen zutiefst die abstoßenden Angriffe auf Menschen, die vor Verfolgung und Terror Zuflucht bei uns suchen. Rechtsextremisten sind dabei vielfach Drahtzieher.

Die Würde jedes Menschen ist und bleibt unantastbar. Die Grundrechte, so wie sie in der EU-Grundrechtscharta verbürgt sind, gelten für alle Menschen innerhalb Europas. Diejenigen, die vor Terrorismus und Krieg nach Europa fliehen, haben ein Recht auf Asyl. Die Europäische Union muss denjenigen helfen, die auf der Flucht über das Mittelmeer in Lebensgefahr geraten. Die Flüchtlinge brauchen eine menschenwürdige Aufnahme und Perspektiven auf soziale und wirtschaftliche Integration in Europa. Es ist beschämend, wie Europa darüber feilscht, welcher Mitgliedsstaat wie viele Flüchtlinge aufnimmt. Nationalismen und Ressentiments haben in Europa keinen Platz.

Die Mahnveranstaltung und Kranzniederlegung findet am Sonntag, den 06.09.2015, um 18.00 Uhr an der Begräbnisstätte KZ Esterwegen (an der B 401) statt. Nach einer Begrüßung des DGB Kreisvorsitzenden Anton Henzen wird Albrecht Weinberg als Zeitzeuge und Überlebender des KZ in Ausschwitz berichten und mit den Anwesenden in einen Dialog treten. Zur musikalischen Untermalung werden das Gesangsduo Rita & Paul Lieder gegen den Krieg singen.


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